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Bei meinen Eltern im Keller fand ich eine große Kiste mit Kuferrohrmuffen, die mich zu dieser Lampe inspirierten. Kupferrohr ist gemeinhin recht teuer, aber ich konnte meinem Vater ein paar Stücke abschwatzen. Die neue Lampe sollte meine Plattenspieler in ein angenehmes Licht tauchen. Die Lampe ist ausnahmsweise mal ein richtiges Luxusprodukt mit einem Materialwert von etwa 70 Euro (geschätzt). Aber ich konnte wie gesagt auf vorhandene Ressourcen zugreifen. Zum Bau der Lampenschirme aus Glasflaschen habe ich bereits einen Artikel gepostet. Hier soll es vor allem um die Lampe selbst gehen.

Was man braucht:

Tatsächlich ist es so, dass man eine Lampe aus Kupferrohr nicht so einfach bauen kann. Dazu braucht man mindestens eine Rohrpresse, die an die 1000 Euro kostet. Doch auch die ist in meiner Heimwerkerfamilie glücklicherweise vorhanden. Außerdem werden benötigt:

  • Rohr. Ein paar Muffen, bzw. Abzweigungen und gerade Stücke
  • Einen Rohrschneider. Gibt’s ab etwa 25 Euro
  • Lampenfassungen. Meine sind aus Messing, kosten pro Stück etwa 5 Euro
  • Kabel, Schalter, Stecker, ein paar kleine Lüsterklemmen
  • Evtl. Metallbohrer
  • Fritz-kola Flaschen, Nagellackentferner, Wolle, Diamantrundbohrer

So geht’s:

Zunächst sollte man einmal eine Stellprobe machen und alle Teile so lose zusammenstecken, wie sie nachher zusammengebaut werden sollen. Anschließend werden die Rohrstücke zurechtgeschnitten und die Kanten werden geglättet. Am Fuß mussten wir zwei Muffen mit einem später unsichtbaren, kleinen Stück Rohr verbinden. Dort wurden am Ende T-Muffen verbaut, damit das Kabel hinten herausgeführt werden kann. Bevor die Rohre zusammengepresst werden konnten, musste das Kabel eingezogen werden. Vor den Elektroarbeiten muss man bei einer einfachen Lampe keine Angst haben, auch wenn man kein Elektriker ist. Ein Problem war es, mit Hilfe der Lüsterklemmen eine Zweiteilung des Stroms für zwei Lampen hinzukriegen, weniger weil die Verkabelung so schwierig war, sondern eher, weil das Lüsterklemmengebilde ja irgendwie in das Rohr musste. Daher musste ich das Ganze mehrfach probieren, bis ich die Klemmen auf unterschiedlichen Höhen angebracht hatte, damit sie in die Rohre passten. Die Kabel wurden möglichst kurz gehalten, damit die Fassungen nicht so weit aus den Rohren hängen. Wenn alle Kabel verlegt sind, geht es ans Rohre pressen mit der Multipresse. Nun steht die Lampe so weit und die Fassungen können angebracht werden, genauso wie Stecker und Schalter. Um die Fassungen an den Rohrenden zu halten, habe ich sowohl in die Fassung, als auch in das Ende der beiden Rohre ein kleines Loch gebohrt und beides mit Draht verbunden. So richtig gut hält das noch nicht. Vielleicht denke ich mir noch eine bessere Lösung aus. Fertig ist jedenfalls Teil 1 der Lampe.

Teil 2: Colaflaschenlampenschirme

Nachdem ich das gute Stück nach Hause transportiert hatte, ging es an den Bau der Lampenschirme. Dazu habe ich zwei Fritz-Kola Flaschen mit Hilfe von Nagellackentferner zerschnitten. Wie das geht, lest Ihr in einem separaten Post. In den Flaschenboden wurde anschließend ein Loch für die Fassung gebohrt, mit Hilfe eines Diamantrundbohrers.

Zu diesem Teil des Lampenbaus habe ich auch ein Video gedreht:

Und hier denn noch die Bilder vom Bau:

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