Schreibtisch im Eigenbau

Ich habe ja schon Garderoben, Hocker, Wohnzimmertische und weiß ich, was noch alles gebaut. Aber so viel Probleme, wie mein neuer Schreibtisch, hat mir kaum ein DIY-Projekt gemacht. Doch jetzt ist er endlich fertig und steht an seinem Platz. Und ganz gut aussehen tut er auch. Allerdings ist das gute Stück recht groß, was aber auch den Vorteil hat, dass hier theoretisch locker zwei Leute dran arbeiten oder mindestens deren sechs dran essen könnten. Wie ich den Schreibtisch gebaut habe, und was man so braucht, erfahrt ihr nach dem Klick. Da gibt’s dann auch mehr Bilder. Eine einfachere Version eines Wohn-/Arbeitstisches habe ich heute zufällig bei Ohhh… Mhhh… gefunden. Aber meiner kann mehr, denn er hat eine versteckte Kabelführung, ein Stiftefach, ist höhenverstellbar und auf Rollen.

Was man so braucht:
… ist schwer zu sagen. Je nach Größe zunächst einmal Balken. Meine sind 5 Zentimeter dick. Einige davon habe ich in Kiefernausführung (vermute zumindest, dass es Kiefer ist) im Keller gefunden. Einige habe ich im Baumarkt gekauft. Ich habe hier die Günstigsten genommen. Ich glaube es ist Fichte. Das Holz ist sehr weich und dadurch splitterte es beim Bohren teilweise stark, besonders bei den großen Löchern für die Höhenverstellung. Man sollte hier also etwas härteres Holz verwenden, was aber entsprechend teurer ist. Man braucht außerdem diverse große Winkel, Holzschrauben aller Art, Leim, das ein oder andere Brett, Rollen, Scharniere etc. Eine massive Tischplatte nicht zu vergessen. Einiges davon habe ich im breiten Heimwerkerfundus meiner Eltern gefunden. Wenn man sich den Tisch komplett selbst zusammen kaufen muss, wird es teuer. Würde sagen mindestens 150 Euro. Irgendwie frustrierend, dass selberbauen so viel teurer als bei Ikea kaufen ist. Als Farbe habe ich weißes Dekorwachs genommen, das einen sehr schönen Vintage-Effekt ergibt.

Wie man’s macht:

Ich habe zunächst einmal zwei einzelne Gestelle gebaut, so dass ich sie dann zusammen stecken konnte. Der Tisch besteht also quasi aus zwei Einzelteilen, die durch große Maschinenschrauben verbunden sind, so dass das obere Teil nach oben und unten geschoben werden kann. Oben und unten ergeben sich zwei H-Profile. In der Mitte habe ich ein Kabel/Stiftefach gebaut, das etwas versenkt angebracht ist, so dass es mit einer alten Holzbohle aus dem Haus meiner Oma abgedeckt werden kann. Die Klappen sind mit Scharnieren befestigt, so dass man sie auf- und zuklappen kann. Wie man das Ganze genau zusammenschraubt, muss jeder selber sehen, da es viele Varianten gibt, solch einen Schreibtisch zu bauen.

Probleme:

… traten diverse auf. Man muss recht genau und vor allem gerade bauen, was nicht so meine Stärke ist. Die Balken für die Höhenverstellung splitterten beim Bohren der großen Löcher stark. Gerade bei diesen Löchern muss man sehr genau bohren, was mir auch nicht so super gut gelungen ist, so dass nicht immer zwei Löcher genau aufeinander liegen, aber glücklicherweise passt es doch irgendwie. Die Tischbeine waren zunächst etwas schief, so dass die beiden Gestellteile nicht aufeinander passten, was ich mühsam korrigieren musste, indem ich ein Teil weitestgehend auseinandergeschraubt und es dann gerade wieder zusammengesetzt habe. Beim Zusammenbauen hatte ich das Problem, dass ich alleine war, was ziemlich umständlich wurde. Auch die Höhenverstellung ist schwer alleine zu handeln, aber sie funktioniert. Am Ende hatte ich noch Probleme mit den Klappen, die man auch sehr genau anschrauben muss. Eine funktioniert noch immer nicht richtig. Da muss ich noch etwas nachjustieren.

Aber letztendlich ist es ein sehr schöner, funktionaler Tisch geworden!

Hier noch ein paar Bilder der Entstehung und des fertigen Werkes:

Bretter-bemalt Diele-original faecher-zu Gestell-frisch-gemalt Verstellung Kabelfach-offen KAbelfach-zu Steckdose Stiftefach Tisch-unten-gestell-besser Tisch-von-unten

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