Meine Bank heißt Astra

Zugegeben ich trinke keinen Alkohol, auch kein alkoholfreies Bier. Trotzdem bin ich großer Fan der Marke Astra, einfach wegen ihres Kultfaktors und der tollen Marketinggags, die sich die Brauerei immer wieder ausdenkt. Es gibt wohl kaum ein Bier mit einem höheren Kultwert. Und daher dachte ich, setze ich dem Astra Bier doch mal ein Denkmal und baue einen Bierhocker aus einer dekorativen Astra-Kiste. Ich will mich ja nicht selber loben, aber ich finde das Ding ist so edel geworden, dass es auch in einer Champagner-Lounge stehen könnte. Übrigens ist die Kiste wechselbar, man kann also immer wieder eine volle reinstellen und auch einfach den Sitzdeckel abnehmen und ein Fläschchen rausnehmen. Das beantwortet auch die Frage nach dem Lagerplatz für das Bier. Und weil das Gebaue so viel Spaß gemacht hat, habe ich auch gleich noch eine portable Version der Sitzauflage zum Zusammenklappen gebaut. NACH DEM KLICK gibt es für Euch die BAUANLEITUNG für den Astra-Bierhocker.

Was man braucht:

  • Holz: Ich habe für die Sitzauflage eine Buchenplatte verwendet, für den Unterbau eine Kiefernplatte (ist günstiger). Beide sollten so ca. 40x40cm messen und von ausreichender Stärke sein, weil man ja nachher drauf sitzen soll. Für die Sitzauflage braucht man auch noch Leisten, damit die Sitzfläche nicht verrutscht. Sie sollten 1,5×1,5cm messen. Man braucht davon vier 30cm lange Stücke. Um die Kiste auf dem Unterbau in Position zu halten benötigt man außerdem je zwei 39cm lange und zwei 37cm lange Leisten mit 1cm Kantenlänge. Dann Buchenkanthölzer als Beine, meine haben 5cm Kantenlänge und sind jeweils 25cm lang. Hier kann man aber natürlich auch variieren, je nachdem wie hoch man sitzen möchte. Außerdem noch ein handelsübliches Brett, in meinem Fall mit 25cm Breite und einer Länge von ca. 2 Metern, oder optional einfach vier davon mit ca. 50cm Länge.
  • Schrauben verschiedenster Art (wenn ihr nicht verschiedene Sorten zu Hause habt, am besten ein Sortiment kaufen)
  • Winkel: Die sollten von der stabileren Art sein, aber natürlich nicht breiter als die Stuhlbeine, die sie nachher halten sollen.
  • Kleine Nägel
  • Polstermaterial: Hier habe ich mich für schwarzes Kunstleder als Oberfläche entschieden, wovon ihr je nach Polsterdicke ca. 60x60cm braucht. Man kann aber fast jeden beliebigen Stoff nehmen. Außerdem braucht man noch ca. 40x40cm Polster-Schaumstoff. Ich habe 4cm Dicke genommen, was sich schon sehr bequem sitzt. Man kann sicher auch weniger verwenden. Außerdem braucht man noch Polsterwatte im selben Maß wie das Kunstleder. Die Polstermaterialien habe ich bei www.polstereibedarf-online.de bestellt, was angenehm unkompliziert war. Außerdem lieferten die erfreulich schnell.
  • Werkzeug & Sonstiges: Akkuschrauber mit verschiedenen Bits und kleinem Bohrer; Kreissäge; Stichsäge; (Elektro-)Tacker; Hammer; Kattamesser; Schaumstoff-verträglichen Kleber; Farbe; Leim

So Material beisammen? Dann kann es ja losgehen. Wir bauen von oben nach unten. Bilder findet ihr ganz unten.

Das Sitzpolster:
Als erstes braucht man das stabile Buchenbrett, das man sich auf die Maße des Astra-Kastens zurechtsägt. Das geht am besten und genauesten mit der Kreissäge. Die Ecken rundet man etwas ab, was sich mit der Stichsäge gut machen lässt. Das Brett legt man auf den Schaumstoff und schneidet selbigen mit dem Kattamesser so zu, dass er auf das Brett passt. Wenn das nicht ganz genau wird, macht es auch nichts, das sieht man nachher nicht mehr. Das Schaumstoffkissen klebt man auf das Holz. Ich habe dafür starken Montage-Kleber von Ponal genommen. Wahrscheinlich reicht dafür aber auch ganz normaler Alleskleber. Dann legt man das Ganze auf die Polsterwatte, die man entsprechend zuschneidet, so dass man sie um das Sitzteil legen und auf der Rückseite festtackern kann. Dabei tackert man erst eine Seite fest und zieht die gegenüberliegende stramm, bevor man diese wiederum festtackert. Die Ecken sollte man so hinziehen, dass sich keine Falten ergeben. Die Watte ist etwas dehnbar, so dass das gut geht. Wenn die Watte fest drauf ist, macht man dasselbe mit dem Leder. Auch hier erst einmal zwei gegenüberliegende Seiten stramm mit dem Tacker befestigen. Leider kann man die Ecken hier nicht unfaltig ziehen. Nach viel Rumprobiererei habe ich das mit tatkräftiger Hilfe so gelöst, dass an den Seiten das Leder so ähnlich gefaltet wird, wie beim Geschenkpapier an Weihnachten. Das ist sicher nicht optimal, sieht aber auch nicht allzu schlecht aus. Ich bin leider kein Polsterer. Sicher gibt es da aber noch bessere Lösungen. Man sollte nicht mit dem Tacker sparen, damit das Ganze auch wirklich hält hinterher. Wenn man einen Elektrotacker benutzt, sollte man diesen nicht zu stark einstellen, sonst gehen die Nadeln durch den Stoff durch. Dann schraubt man die 1,5cm Leisten drauf. Hier muss man am Bierkasten genau messen denn sie sollten so angeschraubt werden, dass der Sitz auf dem Kasten nachher nicht wackelt. Man sollte außerdem die Löcher für die Schrauben in den Leisten vorbohren, da das Holz sonst zu splittern droht wenn man die Schraube reindreht. Fertig ist das Sitzkissen. Bei der portablen Version mit Klappmechanismus gibt es noch ein paar Dinge zu beachten. Ihr findet sie ganz unten unter dem Hauptartikel.

 

Das Untergestell:
Für das Gestell nimmt man zunächst die zweite quadratische Holzplatte zur Hand. Sie sollte etwas größer als die Maße des Bierkastens sein. Darauf nagelt man die 1cm-Leisten. Sie sollen dem Kasten nachher Halt geben, also sollten sie so zugesägt und auf die Platte genagelt werden, dass die Aussparungen an der Unterseite des Kastens wirklich genau hinein passen. Leider kann man sie nicht schrauben, weil sie so schmal sind. Also muss man Hammer und Nagel zur Hand nehmen. Dabei sollte man recht weit weg vom Ende der Leiste nageln um diese nicht zu spalten. Das ist mir leider bei einer Leiste nicht gelungen, was aber auch nicht so schlimm ist, schließlich steht der Kasten nachher drauf und man sieht es nicht mehr. Dann befestigt man die Füße auf der Rückseite, mit jeweils zwei Winkeln pro Fuß. Am Besten man lässt die Füße im Baumarkt genau zusägen, denn man will ja nicht, dass der schöne Bier-Hocker nachher kippelt. Außen habe ich schließlich noch das rustikale 25cm Brett angeschraubt, so dass man die Winkel nicht sieht. Noch Farbe (in meinem Fall schwarzer Lack) drauf und fertig ist das Untergestell.

Die portable Version:
Bei der portablen Version der Polsterauflage geht man prinzipiell genauso vor, wie bei der Standard-Version oben. Allerdings sägt man die Grundplatte in zwei Hälften und rundet bei beiden Teilen alle vier Ecken ab. Beide werden einzeln gepolstert. In der Mitte verbindet man das Ganze mit zwei Gelenken. An der Unterseite befestigt man nur an den beiden Enden Leisten, die so gesägt werden, dass die eine zwischen die beiden anderen passt (siehe Bilder). Einen Verschluss habe ich mir noch nicht ausgedacht. Kommt noch.

 

 

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